Jens Kunik

Jens Kunik

Über die Arbeit

Die Bilder von Jens Kunik entstehen in zwei Phasen — und die entscheidende ist die zweite.

Tage, manchmal Wochen führt der Malprozess durch das Sichtbare und Vertraute: Farbe, Form, Komposition. Bis das Bild fertig erscheint. Bis alles stimmt — nach allem was man wissen kann.

Dann beginnt die letzte Malnacht.

Was vertraut schien, wird losgelassen. Das Bild wird neu erfunden — oder genauer: es findet sich selbst. Etwas Ungedachtes zeigt sich. Das Unsichtbare erscheint. Und an einem bestimmten Moment kommt das Signal: Du bist nicht länger der Maler. Jetzt bist du Betrachter.

Diese Haltung zieht sich durch drei Jahrzehnte und alle Medien: die großformatigen Abstraktionen der Düsseldorfer Jahre, die magischen Waldbilder der Berliner Zeit, die spontanen Aquarelle aus Peru und Indien. Ortswechsel, Verluste, Neuanfänge sind kein Widerspruch zu diesem Werk — sie sind sein Stoff.

Kunik, Meisterschüler von Michael Buthe an der Kunstakademie Düsseldorf, sucht seit den frühen 1990er Jahren denselben unsichtbaren Ort — und findet ihn immer wieder neu.

Curriculum Vitae

Jens Kunik, geboren 1963 in Bad Säckingen, studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf und schloss als Meisterschüler bei Prof. Michael Buthe ab. Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter das Museum für Neue Kunst in Freiburg und das Museum im Ritterhaus in Offenburg.