Jens Kunik

The space beyond thinking
Die Bilder von Jens Kunik entstehen in zwei Phasen — und die entscheidende ist die zweite.
Tage, manchmal Wochen führt der Malprozess durch das Sichtbare und Vertraute: Farbe, Form, Komposition, bis das Bild fertig erscheint und alles zu stimmen scheint — nach allem was man wissen kann.
Dann beginnt die letzte Malnacht.
Die kreative Kraft der Zerstörung wirkt.
„Was vertraut schien, wird losgelassen. Das Bild wird neu erfunden — oder genauer: es findet sich selbst. Etwas Ungedachtes zeigt sich und das Unsichtbare erscheint oder besser, the space beyond thinking. Und dann kommt das Signal: Du bist nicht länger der Maler. Jetzt bist du Betrachter“, so Jens Kunik
Diese Haltung zieht sich durch drei Jahrzehnte und alle Medien: die großformatigen Abstraktionen der Düsseldorfer Jahre, die zeitkritischen Themen der 90er in New York, die magischen Bilder der Berliner Zeit, die spontanen Aquarelle aus Peru und Indien. Ortswechsel, Verluste, Neuanfänge sind sein malerischer Erzählstoff.
Kunik, Meisterschüler von Michael Buthe an der Kunstakademie Düsseldorf, sucht seit den frühen 1990er Jahren den „Space beyond thinking“ — und findet ihn immer wieder neu.
Curriculum Vitae
Jens Kunik, geboren 1963 in Bad Säckingen, studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf und schloss als Meisterschüler bei Prof. Michael Buthe ab. Im Anschluss erhielt er ein einjähriges Stipendium der Kunststiftung Stadt Offenburg. Es folgten Ateliers auf dem Broadway in New York City, Köln, Düsseldorf und Berlin.
Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen Sammlungen, darunter das Museum für Neue Kunst in Freiburg und das Museum im Ritterhaus in Offenburg. Auch in privaten Sammlungen in Düsseldorf, Wien, Berlin, Amsterdam und Paris finden sich seine Arbeiten.